Du sollst es nicht nur sagen

du sollst es in dir selbst entdecken.
Wir Frauen, gerade wenn wir alleinerziehende Mütter sind, werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt, sind isoliert, gebrandmarkt, unvollständig. Es ist als seien unsere Kinder nur legitim, wenn sie mit einem Mann verknüpft sind. Doch was tun Männer so oft? Sie lassen die Frauen allein, sei es durch dauernde Abwesenheit im Alltag, durch seelisches Aushungern oder gar durch vollständiges Verschwinden, und nicht selten hinterlassen sie dabei einen riesigen Haufen an Scherben oder Problemen. Wer kehrt dann zusammen? Natürlich.

Ich weiß das wir die Kraft in uns tragen

– unser Leben zu meistern – aber es genügt nicht, uns das zu sagen. Wir müssen uns auf den Weg zu uns selbst machen, zu unseren Instinkten, unser eigenen Identität und damit unserer Intuition. Es gibt so viele Identitäten wie es Frauen gibt, wichtig ist nur, dass wir sie finden. Als Kinder lernen wir, brav und gefällig zu sein, artig und angepasst und verlieren den Zugang zu unserer wilden Kraft. Es gilt diese Muster zu durchbrechen und uns von der Konvention zu verabschieden, allen gefallen zu wollen. Es kann uns ganz gleich sein, was andere davon halten, das wir unsere Kinder allein großziehen, oder wie wir das tun – die Situation ist nun einmal so, jetzt werden wir sie bewältigen. Mit erhobenem Kopf und abseits von falschen Freunden, die uns verbiegen wollen oder uns Scham einreden.

Für die meisten von uns ist es normal, dass wir uns eine Zeit lang verlieren

– doch in unserem Inneren webt unsere ureigenste Kraft, unsere Seele weiter ihre Muster, die unter dem liegen was wir wahrnehmen. Wir hören wohl, wie wir zu sein haben, wir sehen ein krankes Idealbild von „Frau“ und erlegen uns selbst die höchsten Ansprüche an unser Muttersein auf (bis wir drohen, daran zu zerbrechen) – aber der Tag kommt, an dem wir unseren Instinkten vertrauen, uns Rat von wohlgesonnenen Mitstreiterinnen holen, uns freundschaftlich und liebevoll austauschen und lernen, unseren Instinkten zu vertrauen – dann werden wir erfahren, dass wir dennoch alles richtig machen.

Clarissa Pinkola Estés beschreibt diesen Punkt, an dem wir uns entscheiden müssen, ob wir uns selbst oder den diffusen Stimmen um uns folgen, diesen Punkt, an dem das Zerrissen-Sein zwischen diesen Wegen auf seinem Höhepunkt ist so:

„Wenn ich schlicht und einfach ich selbst bin, werde ich von vielen abgelehnt und ausgestoßen, aber wenn ich mich willig anpasse lehne ich mich selbst ab, und stoße mich selbst aus meiner Mitte.“

Das ist es, was ich mit Erfolgreich Alleinerziehend meine

– uns selbst nicht zu verlieren, und trotz, oder gerade wegen unserer schwierigen Situation unser Leben für uns und unsere Kinder zu meistern. Der Intuition zu vertrauen ist dabei ungemein hilfreich, denn sie hilft uns zwischen sinnvollen und überzogenen Ansprüchen zu unterscheiden, warnt uns, wenn wir mit unseren Kräften haushalten müssen und ist ein Kompass im Umgang mit unseren Kindern. Ihr zu vertrauen heißt nicht, den Verstand auszuschalten – die beiden sind ein Team, aber sie können nur zusammen arbeiten, wenn nicht eine Seite die Oberhand gewinnt und für immer regiert.

Wie erhalte ich einen besseren Kontakt zu meiner Intuition?

Anregungen findest du in diesem Artikel über intuitive Menschen in der Huffington Post

Lies hier bei „Erziehungslücke“ nach, warum uns durch das isolierte Leben in Kleinfamilien unsere mütterliche Intuition verloren gehen kann

Und in diesem Rückblick auf die Erziehungsratgeber unserer Eltern und Großeltern  bei „Gewünschtestes Wunschkind“ wird deutlich, dass die eigene Intuition besser ist als Ratgeber – denn diese sind oft nur Fähnlein im Wind, die einer Mode folgen

Im Grunde gilt es eine Entscheidung zu treffen

– für unsere Intuition, für unser Leben, für uns selbst, für unsere Kinder. Das erfordert Mut, kann uns verunsichern und gefällt vielleicht manchen Menschen in unserer Umgebung nicht. Aber wie sagte schon Perikles:

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Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Habe den Mut, Deinem Herzen zu folgen.
Habe den Mut, Dinge hinter Dir zu lassen.
Habe den Mut, Nein zu sagen. Habe den Mut, Ja zu sagen.

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